Schlafapnoe Ursachen

Schlafapnoe Ursachen und Auslöser
Zumeist verengte oder verlegte Atemwege sind die Ursache für Schlafapnoe. Hier spricht man auch von obstruktive Schlafapnoe. Auch kann den Atemmuskeln für kurze Zeit die Anregung vom Gehirn fehlen. Hierbei handelt es sich um eine zentrale Schlafapnoe.

Tritt die obstruktive Schlafapnoe häufig auf, dann sind im Schlaf die Atemwege blockiert. Ärzte unterscheiden, je nach Ursache, die zentrale Form der Schlafapnoe, sowie die obstruktive Schlafapnoe. In manchen Fällen kann auch eine Mischform vorliegen.

Obstruktive Schlafapnoe

Die obstruktive Schlafapnoe (OSA) entsteht bei einer Verlegung oder Verengung der Atemwege. Vom Gehirn erhält die Atemmuskulatur zwar die Order, Luft zu holen, die Muskelkraft reicht dafür jedoch nicht aus, um Luft zu bekommen durch blockierte Atemwege. Eine Atempause entsteht, denn in den Atemwegen ist der Widerstand zu groß.

Dadurch, dass der Körper dabei keinen Sauerstoff erhält, sinkt der Sauerstoffgehalt im Blut allmählich ab. Im Gewebe und im Blut sammelt sich nun Kohlenstoffdioxid an. Vom Körper wird dies registriert. Als dessen Folge wird sozusagen ein Alarm ausgelöst und die Atemaktivität wird erhöht. Man wacht auf und holt auf einmal tief Luft. Die Atmung verläuft zunächst wieder normal, bis zum nächsten Atemstillstand.

Zu zahlreichen Weckreaktionen kann es so in der Nacht kommen. Meistens sind diese so kurz, dass Betroffene sich am nächsten Morgen nicht daran erinnern können. Dennoch sorgen die ständigen Schlafunterbrechungen dafür, dass sie sich nicht richtig erholen können. Eine unzureichende Erholung in der Nacht kann überdies zu Tagesschläfrigkeit führen.

In den oberen Atemwegen kann sich Fett einlagern, wodurch die Atemwege verengt werden. Statistisch gesehen sind mehr als 80 Prozent der Schlafapnoe Patienten übergewichtig. Der Atemwiderstand kann erhöht werden durch einen Unterkiefer, der weit zurückliegt. Auch eine große Zunge, sowie große Mandeln können den Rachenraum einengen.

Zudem entspannen sich im Schlaf viele Muskeln. Insbesondere in Rückenlage kann es passieren, dass beispielsweise die Zunge in den Rachen rutscht. Die Atemluftwege können so kurzfristig durch die Zunge verschlossen werden. Der sog. „Kinn-Zungen-Muskel“ ist auch nicht mehr ganz aktiv – normalerweise stellt dieser den Rachen weit und das Atmen wird erleichtert.

Medikamente wie zum Beispiel Schlafmittel und Beta-Blocker können Schlafapnoe begünstigen. Alkohol und Drogen können ebenso die Ursache für diese Erkrankung sein, da auch hier oft eine Muskelentspannung eintritt.

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Zentrale Schlafapnoe

Die Ursache für eine Schlafapnoe liegt etwa in jedem zehnten Fall nicht in einer Verengung der Atemwege. Bei einer zentrale Schlafapnoe ist der Auslöser im Gehirn ansässig – in der Atemmuskeln-Steuerzentrale. Hier spricht man von einer zentralen Schlafapnoe. In diesem Fall fehlt den Atemmuskeln kurzzeitig der „Befehl“ des Gehirns, damit diese aktiv werden.

Sinkt der Gehalt von Sauerstoff im Blut unter einen kritischen Wert, erfolgt vom Gehirn eine Reaktion und ein erneuter Impuls zur Atmung wird wieder gesendet. Vor einem Aussetzer ist die Atmung zumeist besonders flach. Hier spricht man auch von der sog. Cheyne-Stokes-Atmung. Zentrale Schlafapnoe, die einen Ausfall der Atemsteuerzentrale beinhaltet, kann zum Beispiel bedingt sein durch einen Schlaganfall.

Die Unterkieferschienen gegen Schnarchen oder auch sog. Schnarchschienen haben sich in der Vergangenheit durchgesetzt, insbesondere in den letzten 5 Jahren. Für die obstruktive Schlafapnoe milden bis schweren Grades sind bei einer Behandlung Erfolgsraten bis zu 70 Prozent wahrscheinlich. Solche speziellen Schnarchschienen sind zumeist erfolgsbringend, wenn die Schlafapnoe abhängig ist von der Schlaflage (zum Beispiel Rückenlage).

Auch Übergewicht und Alkohol können Ursache für eine Schlafapnoe sein. Das liegt daran, dass durch das Übergewicht vermehrt Fettgewebe am Hals vorhanden ist (das sog. Doppelkinn). Wenn beim Schlafen dieses schlaffe Gewebe auf die Atemwege drückt, dann entsteht Schnarchen – und in ausgeprägteren Fällen eben auch die Schlafapnoe. Ebenso zählt viel Alkohol trinken oder Schlafmittel einnehmen zu den Ursachen. Daher ist es ratsam, auf diese Substanzen weitgehend zu verzichten.